Dienstag, 24. März 2015

Darf ich vorstellen: meine zwei neuen Eisbärchen



Ui, was ist die Zeit jetzt schnell vergangen. Du lieber Himmel. Gerade habe ich mir noch Sorgen um meine Gebärmutterschleimhaut gemacht, jetzt bin ich schon stolze Besitzerin zweier Eisbärchen. Was nicht heißt, dass ich mir keine Sorgen mehr mache. Die Bedingungen für ein kuscheliges Nestchen sind nach wie vor nicht die optimalsten. Aber verbessert. *Stolz bin*



Als mein Mann gestern um 17:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, haben wir uns gleich auf den Weg nach Prag gemacht. Gottseidank kamen wir in ca. 3,5 Stunden schön durch.

Nach dem Check in im Hotel ging es noch schnell zum Italiener in der Straße, den wir vom Herbst noch kannten und dann ab in die Federn. Trotz meiner Aufregung war ich hundemüde.



Nach einem gemütlichen Frühstück war für halb zehn die erste Akupunktur angesetzt. Natürlich gab es auf der kurzen Strecke wieder Stau. Aber wir waren fast pünktlich. Also wirklich fast. Nur fünf Minuten zu spät, was mir aber irgendwie doch leicht peinlich war.



Um halb eins meldeten wir uns in der Klinik. Die Koordinatorin zeigte uns unser Zimmer und da kam auch schon die erste Schwester wegen einer Buscopan Infusion (um die Gebärmutter zu entspannen) und einer Magnesiuminfusion. Nur leider wollten meine Venen nicht so ganz, wie sie es eigentlich gerne gehabt hätten. Nach dem 4. Einstich und der zweiten Schwester saß die Nadel. Puh. Der eine Versuch im Handrücken tat ganz schön weh, wenn dann noch darin herum gestochert wurde...



Vor dem Transfer bekam ich noch eine HCG Spülung in die Gebärmutter. Das würde den Embryonen angeblich gut tun. Nun ja, man nimmt mit, was man kann. Nach dem Motto: viel hilft (hoffentlich endlich!!!) viel. Ebenso hatten wir noch EmbryoGlue dazu gebucht. Das ist ein bestimmtes Nährmedium, in dem die Embryonen kultiviert werden, damit sie sich besser einnisten können.



Andächtig hatten wir den Transfer am Monitor mit verfolgt. Dann wurde ich umgebettet und sollte noch eine Viertelstunde ruhen. 

Ich wäre nicht ich, wenn da nicht wieder dieses Gedankenkarussell angesprungen wäre. Es lief nämlich im Anschluss vom Transferstuhl auf die fahrbare Liege schon so einiges wieder heraus. (Sorry für die Schilderung) Da könnten doch so rein theoretisch auch die zwei Eisbären dabei gewesen sein, oder? Es gibt zwar Berichte im Internet, da steht, dass Embryonen nicht aus der Gebärmutter fallen können, aber was, wenn sie mit dem Transfermedium einfach wieder herausgeflossen sind? Das kommt doch bestimmt auch ab und an vor, kann ich mir vorstellen.



Auf jeden Fall ist durch die ganze Venensuche am Anfang so viel Zeit verloren gegangen, dass wir unseren darauffolgenden Akupunkturtermin verschieben mussten. Was gottseidank kein Problem war und die Koordinatorin gleich telefonisch für uns erledigte.



Wenn jetzt kein Bärchen bei mir bleiben will, dann soll es scheinbar wirklich nicht sein. Ich habe ein ruhiges Gewissen. Mehr kann man fast wirklich nicht mehr unternehmen, um eine Einnistung zu fördern.



Hier meine zusätzlichen Hilfen:



- EmbryoGlue

- Scratching

- HCG Spülung

- Cortison

- Intralipid

- Granocyte

- Heparin

- ASS

- Globuli

- Frauenmanteltee





Könnte noch optimiert werden durch:

- Schleimhautaufbau (Dreischichtigkeit)

- ERA (Test, wann die Schleimhaut rezeptiv ist, d.h. empfänglich)

- Granozytenspülung drei Tage vor Transfer



mehr fällt mir nicht mehr ein. Viel mehr Möglichkeiten gibt es auch nicht mehr, die für mich hilfreich wären. Aber ich finde, man sollte die Kirche schon noch im Dorf lassen. Irgendwann ist man einfach am Ende angelangt. Natürlich bin ich aufgeregt, aber ich weiß, dass wir einen Plan D in der Hand haben, der für uns einfach vielversprechend die nächsten Jahre aussieht.



Heute ist es ganz schön lange geworden. Ich hoffe ich habe euch nicht gelangweilt.



Eine gute Nacht und bis die Tage!

Liebste Grüße
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Kommentare

  1. Ich drücke Euch so sehr die Daumen, dass es dieses Mal klappt!!!!! Ich finde es bewundernswert, wie positiv gestimmt Du diesen Versuch durchziehst. Denn wenn man sich mal Dein Programm anschaut, mehr geht echt nicht mehr! Aber wahrscheinlich würde ich es genauso machen. Denn wenn es dann nicht klappen sollte (natürlich rein hypothetisch!!!) kann man sich sagen: Wir haben alles versucht und es sollte einfach nicht sein. Alles Liebe

    PS: Vielen Dank, dass Du Deinen Weg so offen auf Deinem Blog teilst! Allein schon mir hast Du damit sehr geholfen!

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  2. Danke dir :-)
    Genauso sehe ich es auch. Dann kann ich diesen Abschnitt meines Lebens mit einem guten Gewissen (wenn auch erfolglos) verlassen.
    Ich teile gerne meinen Weg, weil ich möchte, dass Frauen, die am Anfang des Weges sind, lesen können, was auf sie zukommen kann. Auch das Thema nicht mehr so als verwerflich dargestellt wird. Das es viel mehr Paare betrifft, als man denkt. Vor allem, dass wir nicht die "Bösen" sind.

    Ganz liebe Grüße zurück

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