Dienstag, 8. April 2014

Däumchen drehen und dumm rumsitzen is nicht

Ich werd hier schon ganz hibbelig. Wann kommt endlich die ersehnte Email, dass passende Spender gefunden worden sind?

Meine Stimmung ist wie ein Fähnlein im Wind. Vor einem Monat habe ich erfahren, dass meine Schwägerin schwanger ist. Na bravo. Sie wohnen gleich im Nachbarhaus. Insgeheim gewusst habe ich es ja schon länger. Meine Schwägerin war eine, die sich keine Gelegenheit entgehen lies, auszugehen und was zu trinken. Eigentlich noch gar nicht so wirklich bereit dafür war. Urplötzlich hatte sie Kopfschmerzen (die sie nie hatte). Selbst bei einem gemeinsamen Wochenende blieb sie zu Hause. Wobei ich dazu sagen muss, als wir uns zusammen setzen wollten, um über die Getränke zu reden, die wir mitnehmen wollten, musste sie doch mit der Sprache rausrücken.

Uns hat sie es mit als erstes mitgeteilt. Sogar persönlich. Das rechne ich ihnen sehr hoch an. Ihr viel es sichtlich schwer und hatte mit den Tränen zu kämpfen. Sie tat mir fast ein wenig leid. Nun, damit mussten wir ja irgendwann rechnen. Auch sie kennen unseren Weg, deshalb viel es ihr so schwer. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, versetzt es mir einen kleinen Stich. Verstohlen blicke ich auf ihren schön langsam wachsenden Bauch. Und bin - wie ist es auch zu erwarten - schon ein wenig neidisch. Aber nicht missgünstig!


Das ist das Eine. Zum Anderen möchte ich endlich mal den Befund der Gliadin Antikörper, der während der immunbiologischen Untersuchung im Herbst 2012 heraus kam, nachgehen. Man schiebt ja solche Sachen immer gerne vor sich her. Zumal ich ja auch keinerlei Beschwerden hinsichtlich Zöliakie/Glutenunverträglichkeit habe. Also habe ich mir Ende April einen Termin zur Magenspiegelung geben lassen. Oh je. Sollte ich wirklich auf eine frische Brezn, Pizza, Croissants, Nudeln und all die Leckereien verzichten müssen? Bei Kinderwunsch und Diagnose Zöliakie sollte dringendst eine strikte Diät diesbezüglich eingehalten werden. :-(

Außerdem möchte ich mein Blut noch einmal genauer immunbiologisch untersuchen lassen. Die Unterlagen hierfür habe ich heute in den Briefkasten auf den Weg nach Heidelberg gesteckt. Die natürlichen Killerzellen und einige andere Sachen möchte gerne noch einmal testen lassen. Eine zweite Meinung schadet nicht. Finde ich. Besonders nach sechs erfolglosen Versuchen.

Ach ja, die dritte Baustelle gehe ich nächste Woche an. Ein Beratungsgespräch beim Gyn steht an. Da ich jetzt schon wieder gelesen habe, dass ein verschlossener Eileiter ein schädliches Milieu für Embryonen darstellen kann, möchte ich eventuell noch einmal eine Bauchspiegelung durchführen lassen. Es soll einfach geprüft werden, ob wieder Endometriose vorhanden ist und ob der verbliebene Eileiter verschlossen ist. Wenn ja, dann würde ich ihn gerne entfernen lassen. Die Chance auf natürlichem Wege ist eh dahin bei mir. Da der bereits entfernte Eileiter durch die Endometriose verschlossen, aufgedunsen und mit einem pastösem Inhalt gefüllt war, gehe ich stark davon aus, dass der Verbliebene, der als plump und wenig beweglich beschrieben wurde, ebenfalls verschlossen ist.

So, dass war jetzt ganz schön viel auf einmal,
aber ich möchte einfach wissen, dass für die letzten drei Versuche alle getan ist, was man tun kann. Damit man die Beruhigung hat und nicht während des Transfers denkt, ach hätt ma doch dies und das noch machen lassen...

Liebe Grüße,
S.
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Kommentare

  1. Ob Mann, Ihr habt wirklich auch noch eine Menge vor Euch! Wusstest du, dass du der Anlass war für mich, ebenfalls zu bloggen? Ich drücke Euch sehr die Daumen, dass bald die langersehnte Mail kommt! Ich werde Eure Geschichte weiter mit Spannung verfolgen und es Euch einfach nachmachen (allerdings mit EZS). GLG Pippi

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  2. Das ist ja schön! Schreiben tut einfach gut. Mit Nachmachen ein bisschen vorsichtig sein, nur zu empfehlen, wenns bald positiv ausgeht. ;-) GLG

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  3. Na, davon gehe ich doch aus, oder etwa nicht? 😉

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  4. Toi toi toi, habt ihr Euch jetzt für EZS oder EMS entschieden? Darf ich mal fragen, in welcher Klinik ihr in Prag in Behandlung seid? Wir haben leider vor kurzem eine schlechte Erfahrung in Tschechien gemacht. Mich würde interessieren, wie alt Du bist. Du hattest ja bei der letzten Punktion noch 8 Eizellen. Das ist ja man gar nicht so schlecht, wie ich als low responder sagen würde. Ich wünsch Euch, dass ihr bald die ersehnte Nachricht bekommt, dass es losgehen kann!

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  5. Wir sind jetzt bei EMS, vorher hatten wir schon eine EZS, dass waren die 8 EZ! Ich hatte maximal 4 bei meinem besten Versuch. Beim letzten Eigenversuch, hatte ich NUR eine einzige Eizelle!!! Aber die lies sich immerhin befruchten. Leider war sie dann nur ein Dreizeller bei Rückgabe.Jetzt sind wir in Prag bei G E N... (ich möchte keine Werbung machen, aber ich denke du weißt, welche Klinik ich meine). Bin im Januar 31 geworden.
    LG

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