Montag, 13. August 2012

Ein Licht für die hl. Irmingard

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Durch das ganze Leid, durch das ich in dem einen Jahr hindurch zu kommen versuche, bin ich ein wenig von meinem katholischen Glauben abgedriftet. Warum musste mir das passieren? Was habe ich alles verbrochen in meinem Leben, dass ich so bestraft werde? Anderer Seits muss ich froh sein, dass es mir eigentlich doch richtig gut geht. Wir haben ein wunderschönes Haus, und ich bin nicht lebensbedrohlich krank.

Um etwas für meinen Glauben zu tun, haben wir gestern einen schönen Ausflug an den Chiemsee gemacht. Auf der Fraueninsel gibt es ein Kloster mit einer Kirche. In dieser Kriche befindet sich eine kleine Kapelle der hl. Irmengard. Die Patronin der Kinderlosen. Die Wände sind mit Bitten verzweifelter Frauen und Bildern von Babies verziert. Schon als ich die Kirche betrat, bildete sich einen Kloß in meinem Hals. Es herrschte eine sehr besondere Atmosphäre. Vor ihren Altar, der mit einem Tor versperrt war brannten viele kleine Kerzen. Auch ich zündete ein Licht an und bat gedanklich um Hilfe. Leider konnte ich nicht lange innehalten, da ich den Tränen nahe war. Ich musste wieder an die frische Luft. So gigantisch, aber auch drückend war die Stimmung in der Kirche. Anschließend verbrachten wir noch einen schönen Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein am See.
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