Donnerstag, 22. März 2012

Die Anfangszeit: Mittendrin statt nur dabei!

2009 Ende des Jahres geht meine letzte Pillenpackung zu Ende. Da wir eh grade am Bauen sind und endlich unsere ersten eigenen vier Wände erschaffen, sind wir der Meinung, dass die Pille nur noch unnütze Kosten verursacht. Nach ganzen neun Jahren Beziehung wollen wir uns nun endlich an das Projekt Familienplanung wagen!

2010 Bis August habe ich jeden Monat regelmäßig meine Tage bekommen. Starke Schmerzen die ohne Medis kaum auszuhalten sind inklusive. Laut FA (Frauenarzt) aber ganz normal. Für mich schien das aber nicht normal, also wechselte ich meinen FA und fing mit der Temperatur Methode an. Täglich beim Aufwachen in der Früh die Basaltemperatur messen, damit der Eisprung bestimt werden konnte.  Im September wurde Endometriose und eine kleine Zyste diagnostiziert. Daher auch die starken Schmerzen. Also doch nicht so normal. Fieber gesellte sich dann während der Mens noch dazu. Alles sollte erst mal beobachtet werden.

2011

Februar Aus der kleinen Zyste sind nun zwei Große an jedem Eierstock geworden. (beide über acht Zentimeter). Der FA riet mir dringend zu einer OP, da sich laut Ultraschall auch die Endo verschlimmert hätte.

März Mein erster Termin in einer Spezialklinik  in München verlief ganz gut.
Mit einem sehr unguten Gefühl lies ich mich am Morgen der OP in die Klinik fahren. Nach der Beruhigungstablette wurde ich auch schon in den OP gefahren. Als ich wieder aufwachte, kam ich nur sehr langsam wieder zu mir. Regelmäßig kamen die Schwestern, um Blutdruck und die Blutwerte zu messen. Der Bauch wurde immer wieder abgetastet. So richtig wach wurde ich aber nicht. Da ich mich zum Blutdruckmessen immer wieder auf den Rücken legen musste, bekam ich nach einiger Zeit unerträglich stechende Schmerzen im Bauch. Ich verlor fast das Bewusstsein. Es brach eine Hektik aus und der Arzt wurde sofort gerufen. Also wurde ich wieder in den OP geschoben.
Als ich wieder aufwachte wurde mir erklärt, dass ich eine Not OP hatte, da ich innere Blutungen bekam. DieEndometriose konnte gut entfernt werden. Der Darm und Blinddarm war aber auch betroffen. Da der linke Eierstock nicht zum bluten aufgehört hatte, mussten sie ihn mir leider in der 2. OP entfernen, da ich sonst verblutet wäre…
Die verbleibende rechte Seite wurde saniert, der Eileiter ist aber plump und wenig beweglich.

April Nachuntersuchung beim FA. Angeblich hätten die Ärzte in der Münchner Klinik sehr „geschwitzt“ mit mir. Kann ich mir gut vorstellen, eine Biopsie ist dort zwar alltäglich, aber mit solchen Komplikationen ist das etwas anderes. Alles in allem haben die Ärzte und Schwestern dort eine sehr gute Arbeit geleistet und wahren auch sehr nett und zuvorkommend. Der Doktor hat mich sogar noch zu Hause angerufen, um sich zu erkundigen, wie es mir geht.
Alles wahr gut am verheilen, Weiterleitung an die Kinderwunsch Klinik.

Juni Erste Sprechstunde in der Klinik. Der Arzt ist ein sehr netter und einfühlsamer Mensch. Wir einigen uns darauf, erst mal mit Stimu (Clomifen,Puregon und Brevactid) und GvnP (Geschlechtsverkehr nach Plan). Leider erfolglos.

Juli Auch dieser Monat blieb erfolglos. Fazit: schlechter AMH Wert und Low Responder!

Der AMH Wert sagt über die ovarialen Reserven der Eierstöcke und dessen Funktionsfähigkeit aus. Ein Low Responder spricht auf die Stimulation mit Hormonen schlecht an.

August Wir heirateten kirchlich, rückblickend war das der einzige Höhepunkt in diesem Jahr.
Besprechung für die erste IVF, das Spermiogramm von meinem Mann ist gut und das ok für 3 Zuzahlungen von je 50% der Krankenkasse ist da.


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